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Jeder von uns hatte sicher schon mal einen Muskel-/Wadenkrampf – sei es beim Sport oder auch nachts im Bett. Und viele, einschließlich meiner Wenigkeit, ging lange davon aus, dass diese Muskelkrämpfe durch einen Magnesiummangel entstehen und mit Magnesiumgaben behandelbar sind. Laut den neueren Erkenntnissen aus der Sportmedizin und der Neurologie spielt überraschenderweise ein Elektrolytmangel dabei selten die entscheidende Rolle. Unerwartet oft spielen ganz andere Faktoren die entscheidende Rolle.
In den allermeisten Fällen liegt bei einem Krampf nicht ein chemisches Problem im Muskel selbst vor (wie fehlendes Magnesium), sondern besteht eher ein elektrisches Problem im Nervensystem.
Gurkenwasser gilt im Profisport schon seit längeren als Geheimwaffe. Trinkt ein Athlet bei einem akuten Krampf das Einlegewasser von sauren Gurken, löst sich dieser in der Regel innerhalb von 60 bis 85 Sekunden auf. Diese Zeitspanne ist jedoch viel zu kurz ist, als dass die Flüssigkeit oder das Salz aus dem Magen in den Blutkreislauf und von dort in die Wadenmuskulatur gelangen könnte, um die Wirkung des Gurkenwassers über Flüssigkeit oder Elektrolytzufuhr zu erklären (dieser Prozess dauert 20 bis 30 Minuten). Die Wirkung vom Gurkenwasser ist demnach scheinbar nicht chemisch. Die Wirkung ist eher nervlicher Natur und funktioniert über einen Reflexbogen:
Das Gurkenwasser behebt also keinen Nährstoff- oder Flüssigkeitsmangel im Muskel, sondern zwingt das zentrale Nervensystem durch einen sauren Schock im Rachenraum zu einem „Reset“ der Muskelsteuerung.
Um diesen Reflex auszulösen, gibt es einige Punkte, die man beachten sollte:
Wer eine Alternative zum klassischen Gurkenwasser samt Zucker oder künstlichen Süßstoffen sucht, sollte jene Stoffe isoliert aufnehmen, auf welche die TRP-Rezeptoren im Rachen reagieren – nur dann kann derselbe neurologischen „Reset-Reflex“ im Rachen ausgelöst werden. Essigsäure und Scharfstoffe, wie Capsaicin und Senföle, sind genau solche Stoffe. Hier sind die besten, zuckerfreien Alternativen:
Der wichtigste Tipp für alle Alternativen: Damit der Reflex funktioniert, müssen diese Flüssigkeiten die Rezeptoren hinten im Rachen und am Zungengrund berühren. Es hilft enorm, die Flüssigkeit für 2 bis 3 Sekunden im hinteren Mundraum zu behalten oder auch leicht damit zu gurgeln, bevor du sie schluckst.
Da Muskelkrämpfe in der Regel ein elektrisches Problem (eine Fehlzündung der Nerven durch Überlastung) sind, liegt der Schlüssel zur Vorbeugung darin, die Reizschwelle des Nervensystems zu erhöhen und den Muskel widerstandsfähiger gegen Ermüdung zu machen. Ziel ist es deshalb, dem Körper beizubringen, höhere Belastungen zu tolerieren, ohne dass seine muskulären Sensoren (Muskelspindeln) ausflippen. Hier sind die wissenschaftlich best belegten Methoden:
Dafür gibt es mehrere Erklärungen, die oft psychologischer Natur sind oder durch indirekte körperliche Effekte erklärt werden können
Da Magnesium bei gesunden Nieren nicht schadet, wenn man es supplementiert, spricht nichts dagegen es zu nehmen. Wenn es hilft – ob nun durch Flüssigkeitszufuhr, Placebo-Effekt oder weil tatsächlich ein Engpass bestand –, ist das doch erfreulich. Die Wissenschaft zeigt nur, dass Magnesium bei der überwiegenden Mehrheit der Menschen nicht die Ursache von Muskelkrämpfen ist. In diesem Sinne, eine krampffreie Zeit und für alle Fälle immer ein Glas saure Gurken oder Ingwersaft im Kühlschrank bereithalten!
Transparenz-Hinweis: Bei der Recherche und Strukturierung dieses Beitrags kam künstliche Intelligenz (KI) unterstützend zum Einsatz.
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