Hilfe bei Verstopfung (…und anderen Verdauungsproblemen) im Urlaub

Wer kennt es nicht: Man fliegt in den ersehnten Urlaub, genießt die Sonne und das Leben, aber wer nicht so richtig mitspielen will, ist die Verdauung. Ganz klassisch sind Verstopfung und Blähungen, aber ebenso häufig treten Magendruck nach dem Essen, Sodbrennen oder Durchfall auf.

Lästige Verstopfung

Grund für Verstopfung sind nicht selten abweichende Essenszeiten und unregelmäßige Mahlzeiten, wodurch der Darm, der nachweislich Regelmäßigkeit liebt und sich an seine üblichen Entleerungszeiten gewöhnt hat, aus dem Takt gerät. Hinzukommt, dass wir im Urlaub oft mehr genussorientiert essen, was oft mehr Fettiges, weniger Ballaststoffe, weniger Gemüse und mehr Weißmehlprodukte bedeutet – alles Dinge, die die Darmpassage verlangsamen. 

Aber auch die fremde Umgebung spielt eine große Rolle, denn unser vegetatives Nervensystem, das die Muskelkontraktionen in unserem Darm und den Fluss der Verdauungssäfte autonom steuert, reagiert sehr empfindlich auf einen Ortswechsel. Die Folge: unser Darm kann im wahrsten Sinne des Wortes nicht loslassen und braucht jetzt im Urlaub oft stärkere Entleerungsreize. Des weiteren trinken viele im Urlaub auch mehr Alkohol, essen wir oft später am Abend oder essen öfter durcheinander (Stichwort Buffet), was ebenfalls oft Verdauungsstörungen, wie Sodbrennen, Magendruck und Blähungen verursachen kann.

Tipps & Tricks gegen Verstopfung

Zum Glück gibt es einiges, was du selber tun kannst, um solchen Problemen vorzubeugen oder auch akut zu begegnen. Bei auftretender Verstopfung haben sich beispielsweise sehr bewährt, täglich konsequent zwei grüne Kiwis zu essen. Sie enthalten nicht nur reichlich lösliche Ballaststoffe, die im Darm stark aufquellen und über einen Dehnungsreiz die Bewegungen des Darms fördern, sondern zusätzlich Fruchtsäuren und ein ganz spezielles Enzym (Actinidin), die beide ebenfalls die Kontraktionen in unserem Darm ankurbeln. Sie wirken oft effektiver und haben weniger Nebenwirkungen (Blähungen) als eingeweichtes Trockenobst, Pflaumen- oder Sauerkrautsaft.

Ausgiebige Spaziergänge, große Portionen grünes Blattgemüse, öfter oxalsäurereiches Gemüse (z.B. Spinat, Mangold, Rote Bete, Rote Bete-Saft) sowie Pilze können zusätzlich dem Darm auf die Sprünge helfen und ebenfalls Verstopfung entgegenwirken oder vorbeugen. Bewährt hat sich zudem morgens nüchtern 1-2 Gläser warmes Wasser/Ingwer-Wasser und evtl. zusätzlich 1 Tasse Grüntee zu trinken. Wenn man das Trinken jetzt noch mit einige Minuten im Hocksitz oder dem seitlichen Aufdehnen des Oberkörpers kombiniert, dürfte ein Entleerungsreiz wesentlich schneller einsetzen. 

Sollte all das nicht helfen und du ingesamt zu einem sehr trägen Darm neigen, kannst du dir im Vorfeld verschiedene Dinge besorgen, um sie mit in den Urlaub zu nehmen und einzusetzen. Eines davon sind speziell formulierte lösliche Ballaststoffmischungen (= Präbiotika) sowie bestimmte Probiotika, die den Stuhl erweichen und oft zuverlässiger wirken als Flohsamenschalen. Ich empfehle in der Ernährungstherapie gerne spezielle Ballaststoffpulver, wie z.B. Omni logic fibre und/oder das Probiotikum namens VSL#3 – erhältlich über online Apotheken.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Kombination aus Kalium-Bicarbonat, Magnesium-Carbonat und handelsüblichem Vitamin-C-Pulver. Wenn du eine gute Messerspitze Kaliumbicarbonatpulver mit 1/3 TL Vitamin C und 1/2-1 TL Magnesiumcarbonatpulver in 200 ml Wasser anrührst und morgens trinkst, schwindet oft hartnäckigste Verstopfung. Grund ist der oft unterschwellige Mangel an den Mineralstoffen Kalium und Mangesium, die beide essentiell für eine gesunde Darmmuskelfunktion sind. Hinzukommt, dass alle 3 Substanzen Wasser im Darm halten bzw. ziehen, da sie nie ganz vollständig resorbiert werden – das wiederum erweicht den Stuhl und erleichtert den Stuhlgang. Wichtig: Die Kalium-Bicarbonatmenge nicht willkürlich steigern, nach dem Motto „mehr hilft mehr“, denn zuviel Kalium im Blut ist gefährlich. Auch bei bestehenden Nieren- oder Herzproblemen oder Medikamentenennahme sollte seine Einnahme immer nur in Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

Bitterstoffe – ein Segen bei Magen-Darm-Beschwerden im Urlaub

Ein absoluter Geheimtipp bei nahezu allen Verdauungsproblemen und auch bei Verstopfung sind Bitterstoffe. Bitterstoffe können dies, indem sie den Gallefluss anregen und die Galle ist unser körpereigenes Abführmittel ist, weil sie die Nerven, die den Darmmuskel versorgen, stimulieren. Dadurch kontrahiert sich der Darmmuskel und die Entleerung wird angeregt – besonders wirksam, wenn man Bitterstoffe morgens nüchtern einnimmt und ein Gallestau vorliegt Bitterstoffe haben aber auch die wunderbare Eigenschaft, dass sie nicht nur die Galle, sondern die Bildung und Abgabe sämtlicher Verdauungssäfte verbessern können. Dadurch wird die Nahrung effektiver verdaut und der Magen schneller entleert – man fühlt sich somit schneller wieder leicht nach fettigen oder späten Mahlzeiten, die allesamt stets die Darmpassage verlangsamen. Auch helfen sie gegen lähmende Mündigkeit nach dem Essen („Fressnarkose“) – demnach der perfekte Verdauungstrunk nach den Mahlzeiten.

Bitterstoffe können aber auch bei unangenehmen Sodbrennen helfen. Das scheint paradox, da Sodbrennen doch durch Magensäure verursacht wird. Das stimmt, aber der Grund ist oft nicht ein zu viel, sondern ein zu wenig an Magensäure. Wenn der Magen zu wenig Magensäure bildet, fehlt der Säurereiz, der den Mageneingang (Ringmuskel) dazu veranlasst, zu kontrahieren/sich zu schließen. Dadurch kann Säure aus dem Magen in die Speiseröhre hochsteigen. Wenn Sodbrennen also durch Bitterstoffe gebessert wird, ist eine zu geringe Magensäureproduktion die mögliche Ursache. Auch werden durch adequate Mengen Magensäure sämtliche Bakterien in der Nahrung zuverlässig abgetötet, wodurch das Risiko für Lebensmittelinfektionen im Urlaub deutlich gesenkt werden kann.

Erfreulich ist auch, dass aufgrund des besseren Aufschlusses der Nahrung weniger unverdaute Nahrungsbestandteile in den Darm gelangen. Als Folge kommt es weniger zur Bildung von fäulnis- und Gärungsgasen, da weniger Nahrung durch Bakterien zersetzt werden muss – das bedeutet weniger übelriechende Blähungen und dicker Blähbauch, dank Bitterstoffen.

Das Geheimnis hinter der Wirkung des bitteren Geschmacks

Die Wirkung der Bitterstoffe lässt sich primär durch ihre Interaktion mit den 25 verschiedenen Bitter-Rezeptoren unseres Körpers erklären. Diese Rezeptoren befinden sich in großer Dichte auf der Oberfläche von Zellen in unserem Mund und Verdauungstrakts, die daraufhin Botenstoffe und Hormone ausschütten, die nicht nur die Muskelbewegungen unseres Darmes steuern, sondern auch appetitregulierende, stoffwechselanregende und blutzuckersenkende Wirkung aufweisen – sie wirken also nicht nur im Verdauungstrakt.

Die heute beste Quelle für Bitterstoffe

Bitterstoffe sind durch die moderne Pflanzenzüchtung, den Einsatz von Pestiziden und unsere süß-salzigen Ernährungsvorlieben heute leider eine Seltenheit geworden. In höheren Konzentrationen finden wir sie heute im Grunde nur noch in Wildpflanzen, Heilkräutern und bestimmten Gewürzen. Genau diese stecken in der bewährten Bitterkräuter-Rezeptur von ANCENASAN. Sie wurde vor über 25 Jahren entwickelt und so zusammengestellt, dass die einzelnen Kräuter und deren Inhaltsstoffe sich harmonisch ergänzen und ihre Wirkung noch verstärken („Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“). Bitterkräuter sind der absolut perfekte Begleiter für unbeschwerte Urlaubstage!!! Wenn du also noch Nachschub für den Urlaub brauchst oder „Urlaub für die Organe“ machen möchtest, dann deck‘ dich jetzt mit unserem Sommer-Angebot ein! P.S. Wenn du mehr Informationen über die Wirkung von Bitterstoffen möchtest, schau‘ dir gerne die 3-teilige Videoserie von mir auf dem YouTube Kanal von „Carrots & Coffee College“ an.

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